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Gesprungener Yop Chagi
Bruchtest

Nutzen von TKD , Teilbereiche von TKD

TaeKwonDo ist auf unterschiedliche Arten für Ihre Gesundheit förderlich:

 

TaeKwonDo fördert Körper und Geist


Olympia 88, Seoul

TaeKwonDo wird regelmäßig ausgeübt, und geht durch seine Struktur weit über einen normalen Sport hinaus, den man meist nur betreibt wenn er einem gerade Spaß macht; TaeKwonDo ist interessant, und bleibt es für die meisten auch, oft bis ins hohe Alter, da es einem mehr gibt als ein reiner Sport. Dazu muss man sich jedoch darauf einlassen und es ernsthaft betreiben, sonst bleibt der Effekt nur ein oberflächlicher.

Auch eine sehr gute Sache hat wenig Effekt, wenn man sie nur oberflächlich streift; und gerade hier kommt ins Spiel, dass TaeKwonDo interessant ist und viel bietet, also bleibt man dabei und beschäftigt sich damit, es ist hinreichend schwierig und kompliziert um auch kompetente Sportler anderer Sportarten zu faszinieren, aber leicht genug um auch für Hobbysportler mit weniger Fähigkeiten erlernbar zu sein. [nach oben]

Grundlagenkondition

Am Beginn jeden Trainings steht das Aufwärmen. Dies beinhaltet bei uns ein kurzes Durchaufwärmen und Bewegen des ganzen Körpers, gefolgt von Laufen und Bewegungsübungen die den Kreislauf und den Körper auf Betriebstemperatur bringen. Weiters Muskelkrafttraining ohne Geräte, aber meist mit dem Partner oder dem eigenen Körpergewicht; Muskelaufbau – vor allem im meist vernachlässigtem Beinbereich und Hüftbereich – ist ein wichtiger Teil jedes Trainings, vor allem da wir ja mehr die Beine Benutzen. [nach oben]

Abbau überschüssiger Fettpolster


Bruchtest USC Yong Ho

"Ja, Ja, sicher, kenn ich schon, schon probiert funktioniert aber nicht" - ist meist das Erste, was man von leicht bis schwer Übergewichtigen (also etwa 60 % der nicht sporttreibenden Österreicher) als Erwiderung hört. Wahrlich, von Bauchmuskelübungen allein ist noch niemand schlank geworden, das ist richtig. Denn genau dies, nämlich einzelne Kraftübungen oder sonstige Quälereien sind rein für die Muskelkräftigung zuständig, niemals für das Abnehmen! Wie jeder Läufer oder sonstiger Ausdauersportler weiß, muss man nämlich mindestens 3 mal die Woche eine Ausdauerleistung über mehr als 50 Minuten leisten, dann wird der Fettstoffwechsel so hochgefahren, dass er die Körpereigenen Reserven aus den Hüftpölsterchen und dem Bierbauch holt.

Im Fitnessstudio in 10ersätzen Bankdrücken, mit den vorgeschriebenen Pausen die für das Muskelwachstum notwendig sind, sind hier leider kein gezielter Reiz zum Abnehmen. TaeKwonDo Training wird 3 mal die Woche durchgeführt, für die Anfänger 1 Stunde 45 min und für die Fortgeschrittenen bis zu 2 Stunden 45, meist nur mit gelegentlichen kurzen Pausen, die dennoch meist mit leichter Bewegung angefüllt sind. Alldies, und das von mir empfohlene zusätzliche Lauftraining 2 mal die Woche, bieten sehr Wohl einen guten Anreiz für den Körper sich zu entpolstern, am besten zusammen mit einer guten Ernährung, die jedoch meiner Erfahrung nach nicht völlig fettarm sein sollte. [nach oben]

Beweglichkeit und Stretching

Wenn man andere Leute auf den Kopf treffen möchte (für die Kämpfer), oder nur die Erbtante beeindrucken (normale Schüler), bei der Freundin „einedrahn“ (jugendliche Schüler), oder einfach wieder nur schmerzfrei seine Zehen bei gestreckten Knien berühren oder umfassen möchte (reifere Schüler ab 35), muss man irgendwie dehnen. Viele Leute machen Yoga, was ich außerordentlich gut und bewundernswert finde, mir selbst aber zu statisch und ruhig ist (ich bevorzuge im Privatleben Tai Chi Chuan); die meisten Sportler machen zusätzlich die eine oder andere Art von Stretching zu ihrem Programm, meist davor und nach ihrem eigentlichen Sport.

Das Thema Stretching ist aber, ehrlich gesagt, für die Kampfsportler ein heißes Eisen. Warum? Weil in den 80er Jahren hier ein Methodenstreit zum Ausbruch kam. Die Sportwissenschaft in Europa stürzte sich auf das in den 70ern in den USA verbreitete sogenannte „Stretching“, eine Methode („PNF“) aus der Physiotherapie, die mit statischen Positionen ohne Anspannen eine Muskelverlängerung und somit Beweglichkeitssteigerung erreichte. Das funktioniert, unbestritten. Flugs wurden nun sofortigst alle Sportarten umgestellt auf reines (PNF) Stretchen, wer dies nicht tat, und sogar wie die „bösen Kampfsportler“ an einer anderen Tradition festhielt, nämlich dem ach so ungesundem Wippdehnen bzw. ballistischem Dehnen, wurde zur Gefahr für alle deren Schüler erklärt. Uns wurde fälschlicherweise vorgeworfen, grundsätzlich Muskelmord zu betreiben, indem wir, gegen ein total schlaffes, kaltes Bein, wippend dehnen würden, und so massenweise Mikrorisse in den Muskelfasern hervorrufen würden.


Roland Agler

Erst in den späteren 90ern kam man endlich darauf, dass das Wippen, wenn „richtig“ gemacht, ja doch ganz gut wäre. Was war geschehen? Die Kampfsportler hatten sich ja nur geteilt, in die dogma-konformen PNF Stretcher und in die Wippenden Häretiker (wie mich). Hilfe kam aber diesmal von den Leichtathleten und den Turnern: die hatten (als große und weitverbreitete Sportarten) festgestellt, dass sie mit PNF Stretchen zwar beweglich wurden, aber für die extrem kraftraubenden Übungen und explosiven Höchstleistungen einen zu niedrigen Muskeltonus hatten. Wir erinnern uns, beim reinen PNF Stretchen wird der Muskel in einer statischen Position oder bei Gegendruck in einer solchen verlängert – das heißt auch der Muskeltonus gesenkt. Es stimmt, nur ein optimal gedehnter Muskel ist voll kontraktionsfähig; aber ein zu niedriger Tonus heißt andererseits zu wenig Maximalkraft, vor allem bei explosiven Bewegungen. Also kehrte man bei den erwähnten 2 Sportarten unter einigen Trainern wieder zur bewährten alten häretischen Methode zurück, modifizierte sie ein bißchen mit zusätzlichen Stretchübungen und erhielt die ersehnte Methode und Resultate. Dies wird sich in der offiziellen Sportwissenschaft aber erst langsam durchsetzen. (Literatur dazu gibt es jedoch schon wieder genug).

Worin besteht nun aber die alte / neue / rückkehr-häretische Methode?

a) Muskeln sind grundsätzlich zuerst aufzuwärmen auf Betriebstemperatur (leichtes Springen, Schnurspringen, lockeres Laufen, Fangerlspiel für Kinder, usw.);
b) eventuell leichtes Muskeltraining
c) Vorstretchen (wie, ist mein kleines Geheimnis)
d) „richtiges“ Wippdehnen: Beispiel Beinlängsdehnen – das Bein ist nicht schlaff, sondern leicht vorgespannt ohne verkrampft oder versteift zu sein (das wäre wirklich schwachsinnig); nun wird vom Indifferenzpunkt an (der Punkt an dem in unserem Beispiel der Oberkörper ohne nennenswerte Zugschmerzempfindung oder Zugempfinden sich aufhalten kann) leicht wippend gedehnt, Betonung auf leicht für den Anfänger. Dabei ist extrem wichtig, dass es kein rein lineares vor und zurück ist, sondern oben, am Indifferenzpunkt, bei dieser Übung der Körper kurz weggedreht wird und vor dem erneuten Niederwippen wieder zurückgedreht ist (die Begründungen dafür liegen in der Muskelanatomie und in Nervenreflexbögen im Rückenmark, genaue Erklärungen sprengen sicher das Ausmaß dieser Homepage). Mit dieser Methode erreicht man eine kleinere Verlängerung der Beinmuskeln als mit PNF-artigem Stretchen; aber man senkt den Tonus nicht so stark. Allerdings, und das ist der grundlegende Unterschied, bei regelmäßigem Training dieser Art, über die Monate hinweg, wächst der Übergang Muskel – Sehne in die Länge! Das ist zugegebenermaßen langsam, aber dafür umso dauerhafter.
e) Stretch – und Wippdehneinheiten in richtigen Abständen über die gesamte Trainingseinheit verteilen
f) Wippen, und dann zuletzt Stretchen als sogenannter Cooldown (auch ersetzbar durch leichtes Laufen).
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Gewandtheit

Äh…., ja aber das ist doch Beweglichkeit? Nein, nicht ganz; beweglich ist ein Yogi mit den Beinen hinter den Ohren auch, gewandt ist eher wie Jackie Chan, der elegant über oder durch Hindernisse springt, schwere Stunts oder Tricks leicht aussehen lässt und Weltklasse-Hindernisläufer neben sich zu preußischen Exerziersoldaten verblassen lässt. DAS ist Gewandtheit. Komplizierte Bewegungsabläufe zu erlernen, und diese dann locker, auch unter Stressbedingungen wie im Freikampf, kontrolliert aber schnell ausführen zu können, dies beweist Gewandtheit. [nach oben]

Technisches Können

Was ist denn nun das schon wieder? Man will ja doch nur Kämpfen oder Trainieren und keinen Schönheitswettbewerb in Ästhetik gewinnen, oder? Falsch. Technisches Können ist sozusagen das Grunderfordernis, um etwas zu beherrschen zu können. Dies muss man sich durch richtiges Training aneignen; reines Repetieren (geistloses Wiederholen) von Bewegungsabläufen genügt hierzu nicht.


ChangMok & Esteves
WM 87, Barcelona

Leider ist in Asien bei vielen Stilen und Meistern das Repetieren einziges probates und erprobtes Mittel zum Erlernen von Technik; dort „schien“ das zu funktionieren, da viele weniger Begabte so durch reinen Fleiß oft höheres Niveau erreichten; allerdings sind meiner Meinung nach dadurch auch wahrscheinlich 80 % aller Schüler weggefallen, was dort aber nicht auffällt, denn es gibt dort immer viel Nachschub. Bestes Negativbeispiel sind dazu die Militärausbildungsstätten im koreanischen Heer; dort kommt der Ausbilder nach dem erfolgten 15 km Lauf um 7:00 in das Lager, sagt: „heute Bandal Chagi“. Darauf wird, bis 15:00 Nachmittags, erbarmungslos nur der Rundkick Mitte geübt, 2-3000-mal mit voller Power. Wer das aushält, kann natürlich recht fest treten; was aber nicht unbedingt heißt, dass er völlig richtig treten kann, nur die Begabten und sehr Gesunden profitieren von so einer Gewaltbehandlung. Wer dies nicht aushält, hat nach 3 Monaten kaputte Knie und wird zur Schreibarbeit versetzt oder zum Wachestehen; war halt nicht gut genug.

Dieses Modell lässt sich nicht für Europäer verwenden. Wir müssen unsere Technik immer wieder graduell verbessern, während wir eine Technik lernen; diese Fähigkeit, Schüler individuell auszubessern nach ihrem Könnensstand und ihren Bedürfnissen, macht einen guten Trainer aus. Das ist auch weitaus gesünder, wie Ihnen sicherlich einleuchtet. [nach oben]

Ausdauer

Steter Tropfen höhlt den Stein. Aber wie? 600 Kicks in Folge monoton abzuarbeiten (siehe übrigens meine Ausführungen dazu unter "Technisches Können") heißt noch lange nicht, dass ich aerobe Ausdauer habe („Luft“), ein hartes Training oder einen anstrengenden Kampf durchstehen kann. Beide bestehen aus dauernd wechselnden Ansprüchen; hier sehen wir, dass es, im Gegensatz zum normalen Sprachgebrauch, 2 Arten „Kondition“, eigentlich Ausdauer gibt.

Sogenannte (aerobe) Grundlagenausdauer, wie in den Zyklischen Sportarten (reiner Dauerlauf, Radfahren in gleichbleibender Geschwindigkeit usw.); und auch die Schnelligkeitsausdauer, wo sich Phasen explosiver schneller Bewegung mit kurzen Ruhephasen abwechseln; entsprechend etwa dem Hürdenlauf oder Hindernislauf bei den normalen Sportarten. Beide Arten von „Ausdauer“ sind notwendig, müssen aber getrennt trainiert werden. Schneligkeitsausdauer ist etwas extrem saures.

Was meine ich damit? Die Milchsäure natürlich, die kennt jeder am Effekt, nämlich dem Tag danach uff oh je Muskelkater. Wenn ein Muskel kurzfristig Hochleistungen bringen muss für die er nicht bereit ist oder die über ein normales Leistungsniveau (sogenannte aerobe Stoffwechselschwelle) hinausgeht, produziert er Milchsäure, auch beim Hochleistungssportler. Aber der hat durch richtiges Training die Fähigkeit gewonnen, diesen hohen Blutpegel an „Lactat“ (=Milchsäure) schneller abzubauen. TaeKwonDo liegt, bei einem Freikampf von ca. 3x3 Minuten mit je einer Minute Pause dazwischen, bei Messungen des Lactatwertes in der Nähe des sauersten Sportes überhaupt, des 400 Meter Hürdenlaufes. [nach oben]

Ansporn zu sportlichen Höchstleistungen

"Ich brauch keinen Trainer, ich mach das eh allein". Wer hat dies nicht schon gehört? Grundsätzlich ist dies zwar möglich; solch begabte Menschen sind aber sehr in der Minderzahl, und selbst die können sich nicht immer selbst motobieren oder selbst Ausbessern; ein Trainer mit gutem Auge, was auszubessern ist und wie man dies macht, hilft hier doch sehr viel; und auch der innere Schweinehund wird oft besser noch in der Gruppe im Gemeinschaftserlebnis überwunden als im stillen Kämmerlein. [nach oben]

Determination

Immer diese Fremdworte. Na, ich kenne aber kein besseres dafür bis jetzt. Das Wortungetüm im deutschen Duden (zielgerichtetes Festhalten an einem Vorhaben oder einem vorgesetztem Ziel ohne zwingend erfolgende Abweichung von selbigem) gefällt mir nicht so ganz. Für mich bedeutet es: Ziele setzen und wenn möglich auch erreichen.


Belgien

Dazu ein Gschichtl: Wenn man mit TaeKwonDo anfängt, ist es wahrscheinlich zunächst ein Ziel, das Training überhaupt erst durchzustehen. Ist das ein Monat geschafft, fragt man sich, warum denn die Anderen besser treten können als man selbst; Kondi hat man ja jetzt schon; also muss es an etwas Anderem liegen? Aha, die sind ja beweglicher als ich. Hm. 4 Monate später ist man so beweglich wie die meisten Anderen; aber es reicht nicht so ganz bis zu den Schwarzgurten; was machen die denn anders? Eh – die sind ja echt schnell; das muss ich auch können. Nach 6 Monaten ist man schneller; Aber der miese gemeine Schwarzgurt mit seinem Tyt Chagi (Rückwärtskick) trifft mich für meinen Geschmack zu sehr nach belieben; ich hab’s: ich muss Steppen und Ausweichen lernen, dann trifft er nur noch ins Leere, dieser (…). Nach weiterer Zeit ist auch dies geschafft; aber das Hochgefühl ist leicht getrübt, man wird zwar nicht mehr so leicht gepunktet, trifft aber selbst den Partner eher selten.

Tja, das könnte an der ungenauen Technik liegen – der alte Nörgler von Trainer hat mirs zwar immer wieder gesagt, aber ich hab’s ihm nicht geglaubt, meine Kicks waren doch schon so schnell und so unglaublich hart, dass ich mich vor ihnen selber gefürchtet hab. Nur dass ich die Schlagpratzen und den Sandsack bei schnellen Kombinationen wenig getroffen hab, ist mir eigentlich eh schon aufgefallen. Na, ich frag ihn mal, was ich für meinen eh schon mörderischen Pandal chagi noch vielleicht tun kann…. Gesagt, getan. Jetzt ist man nun Braungurt, hat schon viel gelernt; hat sogar gemerkt, dass nur fest hinhauen allein noch keine gute Technik ist; Im Verein steht man schon ganz gut da; aber…..beim Turnier? Aber Klar, Alter, die misch ich auf! die können auch nur mit Wasser kochen, die kauf ich mir!

---------------------------- (2 Monate später) --------------------------

Äh, na ja. Irgendwie hab ich mir das leichter vorgestellt. Die kämpfen ja gar nicht so wie meine Vereinskollegen. Den Ersten hab ich zwar besiegt, nach Punkten, aber zufrieden war ich dabei nicht. Der Zweite hat mir dann ja sogar eingeschenkt, den konnte ich nicht brechen und abschätzen was der vorhatte; glücklicherweise hat der Kampfleiter beim Punktegleichstand dann für mich entschieden, aber das hätte auch anders ausgehen können, der war ja so gut wie ich obwohl er nur Blaugurt war. Echt peinlich. Hab ihm trotzdem (oder gerade deswegen?) gratuliert. Der Dritte …. Abserviert hat der mich. Und das im Finale. War total unkonzentriert. So viele Leute. Und alle schreien so laut. A Debakel. War echt froh, dass der Trainer mich nicht geschimpft hat; der hat nur zu mir gesagt, war eh eine gute Leistung bis zum Ende, ich hab ihn überrascht; nächstes Mal geht’s besser. Jetzt weiß ich auch, was die Schwarzgurte in meinem Verein mir noch Voraushaben. Das werde ich sicher noch viel verbessern. Das verspreche ich mir selbst hoch und heilig. Jetzt weiß ich, ich hätte eher an meiner Technik und Konzentration gearbeitet, als bei den Anfängern anzugeben wie aggressiv ich denn nicht bei ihnen sein kann. Man lernt halt.

Dieses obige Gschichtl beinhaltet somit auch die nächsten 4 Punkte:

  • Konzentration
  • Reale Einschätzung des eigenen Könnens durch Wettbewerb
  • Einbau von Werten in das eigene Weltbild von Jugendlichen
  • Aggressionskontrolle durch reglementiertes Ausleben in einer strukturierten Umgebung()

Nebenbemerkung: Jeder Wettkampfsport beinhaltet an und für sich auch ein gewisses Maß an Härte. Es kommt immer wieder auch im normalen Trainingsverlauf zu kleineren Wehwehchen. Was aber am "Kampfsport" an sich liegt und nicht an unangemessener Brutalität.

[nach oben]

Erkennen des Konzeptes von „Do“ als für jeden
verwertbare Lebensphilosophie

"Bitte, I wül kann Religionsvortrag, der alte Depp von Trainer soll mi do in Ruah lossn; ah der Schon Klaud Fantam braucht des ah net..". Achtung: „Do“ ist keine Religion, wer TaeKwonDo macht muss sicher nicht Buddhist wie der Kwai Chang Caine aus der Fernsehserie Kung Fu oder gar Taoist oder sonst was wird. Abhandlungen über das Do oder das Tao füllen ganze Bibliotheken; aber die muss man nicht lesen, wenn man das nicht will. Man lernt (siehe die Geschichte oben unter Determination) einfach während des Trainings gute Prinzipien: nicht aufgeben, nicht unterkriegen lassen, immer wieder versuchen, überlegen, nachdenken, ein Gefühl für das Richtige entwickeln, immer wieder trainieren auch wenn man gerade kaum will oder die Freundin mault, all dies stärkt das Selbstbewusstsein auf richtige Art ohne dass man überheblich wird, so fängt man an, eine echte Persönlichkeit zu bilden. Und genau dies geht im Leben weiter, ganz ohne den Trainer, der kann mich ja nicht ewig bei der Hand halten. [nach oben]

Selbstverteidigung


Olympia 88, Seoul

Ein heikles Thema. Noch heikler als das mit dem Stretchen. Wer kann sich jetzt nun wie echt verteidigen? Das 45 kg Mädel, das im Wochenende-Selbstverteidigungskurs von einem sogenannten Meister einen Block oben und Faust zur Mitte gelernt hat, sicher nicht. Dazu einige eher bissige Meldungen von mir: Da gibt's
den TaeKwonDo Weltmeister, der reihenweise Gegner KO schlägt, 4 Bretter mit einem Kick zerbrechen kann, und im Wirtshaus wie jeder andere zu Boden geht (weil der Sessel auf seinem Hinterkopf verdammt noch mal keinen Respekt vor seinem 5. Dan hat).

Den Judo Weltmeister, der beim Zahnarzt noch bleicher wird, als ihm der eröffnet was ihn seine 4 vorderen Stiftzähne kosten werden, die ihm der jugendliche Boxer vor der Disco entfernt hat, nachdem er ihn doch so schön geworfen hat. Den Mike Tyson-artigen Boxweltmeister, ein echtes Tier, der sich beim Freefight in den USA wundert, wie der Brasilianische Jiu Jitsu Typ eigentlich in seinen Rücken gekommen ist, den hätte ich doch mit einer rechten Geraden pulverisiert, aber irgendwie krieg ich komischerweise jetzt keine Luft mehr und hab kein Blutmehr im Hirn……sssss#####; Und den riesigen japanische Ringer, der am Boden sitzt und sich den dröhnenden Schädel halten muss damit der ihm nicht wegfliegt und eine Runde um die Halle fliegt: der komische TaeKwonDo Typ kann mich doch gar nicht mit seinen Kicks erwischen, der kann doch nur TaeKwonDo; aber da war doch irgend was, oder?

Meine persönliche Meinung dazu ist: Es gibt kaum je gute oder schlechte Kampfstile. Es gibt gute und weniger gute Kämpfer. Die letzteren können sogar in ihren eigenen Sportarten extrem gut sein. Aber hier gibt es eine große Sünde: Überheblichkeit. Geschlossen sein gegenüber anderen Stilen oder neuen Erkenntnissen. Niemand, ich betone Niemand hat die Weisheit mit dem Löffel gefressen (altes österreichisches Sprichwort). Und Niemand ist unbesiegbar.

Man muss lernen, und nie aufhören, offen zu sein. Dazu ein Beispiel: Fast jeder heutzutage kennt Chuck Norris aus den Film Enter the Dragon (Mann mit der Todeskralle) von Bruce Lee und seinen weiteren eigenen Filmen; davor war Norris x-facher Karate Weltmeister, und dann auch oft Weltmeister im Full Kontakt Karate. Norris ist also sozusagen ein Leitbild, berühmt, hatte viele Schüler, und ist Chef einer großen Kampfkunst Organisation namens UFO (United Fighting Arts Organisation); Norris stammt aus dem Tang Soo Do, einer älteren Form des TaeKwonDo, das er in Korea begann zu lernen als er dort als Soldat stationiert war. Aber was machte er Mitte der 90er? Nach den ersten Ultimate Fighting Championships in 1993 / 94 sah er einfach, dass er beim Bodenkampf starke Schwachstellen hatte, obwohl er beim Kickboxen als x-facher Weltmeister ungeschlagen abgetreten war.

Also hängte er sich einen weißen Gürtel um, und lernte brasilianisches Jiu Jitsu bei den Machado Brothers, Cousins der Gracie Familie, und das von der Pike auf. Gleich ihm taten dies Bob Wall (auch Karate Weltmeister, und aus 2 Bruce Lee Filmen bekannt), und Richard Norton, Ausnahme-Karateka und Filmstar. Diese 3 erwähnten Stars gehören zu den Besten in ihren Stilen, aber sind sich nicht zu gut um etwas Neues zu lernen, als Schüler. Wer dazu noch nicht bereit ist, 1–2 Jahre in seinen Körper und Geist zu investieren, kann nie erwarten sich im Ernstfall verteidigen zu können. [nach oben]

Der Beste Kämpfer der Welt!

Die Frage danach, wer der beste Kämpfer der Welt ist, bewegt natürlich jeden, der mit Kampfsport anfängt.
Nur: der Beste wovon? Nach welchen Regeln? Oder ohne Regeln? Wie weit will ich bei meiner Bewertung gehen? Was ist, wenn ich die Zehn besten Freefighter der Welt ermittelt habe und sie in einen Käfig sperre, den ich erst wieder aufmache wenn einer überbleibt? Hab ich dann den „Besten“, oder nur den Rücksichtslosesten Psychopathen zwischen Ottakring und dem Südpol? Oder ist der beste Kämpfer der Welt vielleicht doch irgendein Kriegsveteran, der hunderte von gegnerischen Soldaten im Dschungel abgemurkst hat (und dementsprechend noch lebt)? Oder ist das wieder nur der größte Einzeltriebtäter / Mörder der Welt?

Für mich ist der Beste Kämpfer der Welt der: Der, der bei dem vielleicht ärgsten brutalen Kampf, vielleicht sogar mit minimalen Regeln, aus freier Entscheidung diese Regeln achtet, und seinen Gegner als Mensch ebenso achtet, den es in diesem Kampf zu überwinden gilt, aber sicher nicht um jeden Preis; der eine Öffnung sieht, die ihm den illegalen Gewinn sichern würde, der Kampfrichter sieht dies nicht, er entscheidet sich dagegen diese Chance zu nützen, da er seinen Opponenten achtet; und im weiteren Kampfverlauf verliert er; aber für mich ist er der echte Gewinner. Er hat sich nämlich selbst besiegt. [nach oben]

 

Österreichischer TaeKwonDo Verband Word TaeKwonDo Federation European TaeKwonDo Union

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