USA
Henk Meyer, Belgien
Weltmeister 85
New York Fight, Wrestling, Catchen, Shooting, Boxen
parallel zur Entwicklung in England gab es diese verschiedenen
Stile alle in den neuen Staaten, nur durch das Völkergemisch,
speziell in New York, eher noch schärfer gemacht; der Film Martin
Scorcese´s The Gangs of New York zeigt sehr anscheinlich, wie
dies damals ausgesehen haben könnte, sowohl mit Waffen als auch
ohne. Es gibt für diesen Stil in New York keinen Namen; in der
historischen Literatur konnte ich bis jetzt nur den umgangssprachlichen
Ausdruck "Ruffin" finden, von rough up, soviel wie Vermöbeln,
Verdreschen. Deswegen meine Wortschöpfung New York Fight. Erst
an der Jahrhundertwende 1900 wurden die Shows populär, in denen
Kämpfer jedem Geld boten, der es im Ring mit Ihnen einige Zeit
Aushielte, die sogenannten Prize Fights, später zum Catchen mutiert;
Auch das Boxen war beim Prizefight vertreten, und lief bald dem Catchen
den Rang ab, da 2 mittelmäßige Boxer sich länger und
blutiger schlagen konnten als ein Platzhirsch es mit einem Catcher
aufnehmen konnte. Richtiges Wrestling war da schon technischer, zwischen
ebenbürtigen Gegnern, es gab auch bald die ersten Nationalen
Meisterschaften und auch Weltmeisterschaften bei Vergleichskämpfen
mit den englischen und Europäischen Champs. Catchwrestling oder
Hooking wie in England, als echte Kampfkunst mit minimalen Regeln,
war eher selten. Das Shooting war eher eine Sache von Wrestlern oder
Catchern, die ihre Spezialität im schnellen Takedown und einer
finalisierenden Technik sahen; diese kurzen Kämpfe waren aber
nicht sehr interessant für das normale zahlende Publikum.
Das
Boxen wurde immer populärer und blieb es bis heute; Wrestling
entwickelte sich (siehe unten) zum Showcatchen, nur an den Universitäten
gab es Griechisch Römisch und Freistilringen im klassischen olympischen
Stil; nur Einzelkämpfer oder Fremde aus England bzw. Europa hielten
die echte Kampftradition aufrecht. Darunter Namen wie Farmer Burns,
Frank Gotch und andere. Karl Gotch (echt: Karl Istasz) ist in den
40ern & 50ern der aufsteigende Star des echten Catchwrestlings.
Ein begabter, unglaublich kräftiger Griechisch-Römischer
und Freistilringer, Europameister, ging nach England und lernte in
Bill Riley´s Snake Pit Gym das echte Catchwrestling und Hooking
wie eine Kampfkunst. Heutzutage kennt man Gotch, der noch lebt, aber
eher als Trainer der größten Viecher im Showcatchen, nämlich
Antonio Inoki in Japan und Bob Backlund.
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