Europa
Henk Meyer, Belgien
Weltmeister 85
Alte Fechtschulen
aus der historischen Literatur ist ersichtlich, dass in den Degen & Säbelfechtschulen
sehr wohl auch
waffenloser Kampf und Kampf mit einem Kurzdolch unterrichtet wurde;
Armhebel, Beinfeger und auch Würger sind dargestellt. In einem
alten Buch aus Antwerpen sind sogar Ringertricks in alten Holzstichen
von Albrecht Dürer festgehalten. Allerdings kann man diese Traditionen
nicht bis in die Neuzeit weiterverfolgen, vielleicht mit Ausnahme
einiger weniger spanischer und Italienischer Fechtschulen.
- Englische Fechtschulen
- Fränkische Fechtschulen
- Italienische Fechtschulen
- Belgische Fechtschulen
- Elsässische Fechtschulen
- Spanische Fechtschulen
England
Cornish Wrestling, Catchwrestling, Hooking, Boxen: in England gab es
schon immer eine Tradition im Ringen; ob dies,
wie öfter behauptet wird, auf den Einfluss der einwandernden Sachse
zurückgeht, oder ob schon die Römer eine Art Ringen hinterließen,
ist Gegenstand einer gelehrten Kontroverse. Auf jeden Fall ist im 18.
Jh. einiges an "Wrestling", "Hooking", "Catchwrestling", "Catching",
usw. nachweisbar. Der Boxkampf schien auch schon sehr früh auf,
vor allem in den Hafenstädten Englands, wo er eine sehr gefragte
Belustigung war, allerdings ohne die heute üblichen eleganten Techniken
oder überhaupt Ausweichen. Erst Ende des 19. Jahrhunderts gab es
die Boxhandschuhe und die Gentleman Regeln des Marquis of Queensberry.
Ansonsten gab es immer eine große Rivalität mit den französischen
Savate-Boxern.
Abgesehen davon, gab es noch den Walisischen Stockkampf mit dem Longstaff.
Frankreich
Abgesehen vom Fechten und den Fechtschulen angeschlossenen Ringerstilen,
entwickelte sich im 19. Jh. das
französische Boxen, das später den Namen Savate erhielt. Im
Gegensatz zum englischen Boxen traten die Savatieurs auch mit den Beinen
(mehr als die englischen zumindest); das hatte seinen Grund darin,
dass Savate besonders in den Zuhälterkreisen in Paris verbreitet
war, und diese Zuhälter ziemlich eitel waren und sich ihre schönen
Hände erhalten wollten, und außerdem war in Frankreich noch
eher die Auffassung verbreitet, wenn man einem Mann mit der Hand ins
Gesicht schlägt, hat dies meist eher ein Duell zur Folge, mit dem
Fuß aber demütigt man ihn (mehr, da der Fuß ja Kontakt
zur Erde und der Scheiße in den unkanalisierten Straßen
hatte). Stockkampf wurde nur in der Camargue in systematischen Schulen
weitergegeben.
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